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Holmium-Laserenukleation der Prostata (HoLEP)

Das Prinzip der HoLEP ist das Entkernen der Prostata (Enukleation). Das bedeutet, das die Harnröhre einengende Prostatagewebe (Adenomgewebe) wird von innen aus der Prostatakapsel herausgeschält. Über die Harnröhre wird das Instrument eingeführt und mit dem Holmiumlaser erfolgt die Enukleation (s. Abb.1).


Abb.1

Abb.2

Sobald das Adenomgewebe gelöst ist, wird es in der Blase morcelliert. Das heißt, es wird über ein spezielles Instrument angesaugt und in kleine Gewebestückchen geschnitten. Diese werden über den Schaft ausgespült und schließlich zur feingeweblichen Untersuchung gesandt (s. Abb.2).

Der Vorteil dieser Operationsmethode ist die vollständige Entfernung des Adenomgewebes. Dies ist möglich, da die Operation entlang der vorgegebenen anatomischen Schichten erfolgt. Analog zu der Orange, wenn diese mit dem Finger zwischen Fruchtfleisch und Schale geschält wird. Dadurch ist diese Operation auch deutlich blutungsärmer als beispielsweise die transurethrale Resektion der Prostata. Es gibt nun verschiedene Instrument und Methoden, diese Operation durchzuführen. Der Vorteil des Holmiumlasers liegt in seiner physikalischen Eigenschaft. Er ist ein gepulster Laser. Durch die Laserenergie bilden sich Wasserblasen, die das Gewebe vor sich her schieben. Analog dem Finger, der stumpf die Orangenschale von dem Fruchtfleisch löst. Natürlich lassen sich mit dem Laser auch scharfe Schnitte – wenn nötig – ausführen.

Im folgenden, animierten Film ist der Ablauf der Operation dargestellt: