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Endoskopische Opertionstechniken der gutartigen Prostatavergrößerung

Zur Einführung

Die Prostata ist ein Organ, das sich unterhalb der Blase auf dem Beckenboden des Mannes befindet. Die Harnröhre nimmt vom Blasenhals ausgehend Ihren Verlauf durch die Prostata, den äußeren Schließmuskel und schließlich als penile Harnröhre durch den Penis in die Freiheit. Im Laufe des Lebens kommt es unter anderem durch Veränderungen im Hormonhaushalt zu einer Zunahme der Prostatagröße. Einerseits kann die Prostata nach außen wachsen, somit vergrößert sich das messbare Volume; andererseits besteht die Möglichkeit, dass die Prostata nach innen wächst. Wenn dies geschieht, wird konsequenterweise der freie Durchmesser der prostatischen Harnröhre eingeengt (Prostata mit BPH). Der Blasenmuskel muss gegen einen erhöhten Widerstand arbeiten. In der Folge kommt es zu verschiedenen Symptomen; genannt seien beispielsweise der abgeschwächte Harnstrahl und damit die verlängerte Miktion, die Startverzögerung oder die sogenannte zweizeitige Miktion, d.h. nach dem ersten Schwung Urin vergehen einige Augenblicke, bis die Miktion erneut gestartet werden kann. Auch kann es zur Restharn-, Blasendivertikel- oder Blasensteinbildung kommen. Im extremen Fall kommt es zu einem kompletten Verschluss, man spricht dann von einem Harnverhalt, der eine Katheter-Versorgung durch die Harnröhre nötig macht.

Die teilweise sehr beeinträchtigenden Symptome werden zunächst medikamentös behandelt. Falls dies nicht erfolgreich sein sollte, oder nach einiger Zeit die Beschwerden sich verschlechtern, ist die Operation der nächste Schritt. Die Indikation zur Operation wird nach sorgfältiger Prüfung in Anlehnung an die Leitlinien der Deutschen Urologen und einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen gestellt.

Die Operation

Das Prinzip jeder Operation zur Beseitigung der symptomatischen Prostatavergrößerung, ist die Entfernung des Prostataadenoms, das die prostatische Harnröhre einengt. Die Prostata besteht aus dem einengendem Adenomgewebe und der Kapsel, die das Adenom wie eine Orangenschale umschließt.

Man unterscheidet die offene Operation durch die Bauchdecke und die transurethralen (Uretha = Harnröhre) Operationen durch die Harnröhre. Bei der offenen Operation, der sogenannten Adenomenukleation, wird das Prostataadenom durch einen Bauchschnitt entfernt. Dieser Eingriff wird i.d.R. bei Prostatae größer als 100 ml durchgeführt. Dabei hängt die Indikationsstellung auch von der Präferenz der jeweiligen Klinik ab. Dieses Verfahren ist sehr invasiv und verliert durch die zunehmende Verbreitung vor allem der HoLEP (Holmium Laserenukleation der Prostata (s.unten)) zunehmend an Bedeutung. Die Operationen durch die Harnröhre kann man in einschmelzende und Gewebe-abtragende Verfahren einteilen. Bei den einschmelzenden Verfahren wird das Gewebe durch Wärmenenergie (bspw „Green Light Laser“) „eingeschmolzen“. Diese Verfahren sind i.d.R. am schonendsten aber meist auch erst verzögert wirksam.

Bei der ursprünglichen Prostataoperation durch die Harnröhre, wird das Prostataadenom mit einer Elektroschlinge durch die Harnröhre geschält (transurethrale Resektion der Prostata (TURP)). Bei diesem Verfahren fallen Prostata-“Späne“ an, die anschließend über die Harnröhre aus der Blase ausgespült werden. Im Laufe der Zeit haben sich insbesondere Verfahren mit unterschiedlichen Lasersystemen entwickelt, die eine „Entkernung“ (Enukleation) der Prostata durch die Harnröhre ermöglichen. Hierbei wird die Prostata wie bei einer Orange durch die Harnröhre aus der Prostatakapsel ausgelöst. Man spricht von Enukleation. Das Verfahren, das wir anbieten ist die Holmium Laserenukleation der Prostata (HoLEP).

Dies ist im folgenden Beitrag aus dem Gesundheitsmagazin „rbb Praxis“, vom 5.12.2018, anschaulich beschrieben: